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Digitale Transformation und digitale Geschäftsmodelle

18. Sep. 2017

Mit mehr als sieben Milliarden Menschen und mindestens 35 Milliarden Geräten (davon 7 Milliarden mobile Geräte), die miteinander kommunizieren, interagieren und sogar verhandeln, wurde eine neue Welt ins Leben gerufen: Die Welt der digitalen Ökonomie.

Digital Natives

Das digitale Geschäft verwischt die traditionellen Grenzen zwischen der physischen und der virtuellen Welt und ermöglicht tiefere, breitere und sinnvollere Verbindung zwischen Menschen, Unternehmen und Dingen. Es entstehen neue Businessmodelle und neue Möglichkeiten, die zu klaren Wettbewerbsvorteilen führen. Die IT hat dabei das Potential, fast jedes Geschäft zu verändern (digitale Transformation). Dies haben genügende Beispiele, z.B. aus der Personenbeförderung (Uber) oder Hotellerie (Airbnb), eindrücklich aufgezeigt.

Die jungen Generationen (u.a. die Digital Natives) sind sich gewohnt, sich in dieser digitalen Welt zurechtzufinden. Ab 2020 bilden die Digital Natives die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung (siehe Abbildung). Damit führt das neue Kundenverhalten der neuen Generation X und Y erst recht zu neuen Businessmodellen mit einer völlig neuen Art und Weise, wie Kunden mit den Unternehmungen interagieren (User-zentrierte Modelle, Co-Creation, Crowdsourcing, Crowdfunding).

Ab 2020 sind die Digital Natives in der Mehrheit. Quelle: PWC 2014

Impressionen -

Digitale Maturität

Im Gegensatz zu den Kunden der neuen Generationen haben die meisten Unternehmen wenig Erfahrung mit der digitalen Business Transformation. Sloan & CapGemini (2012) unterscheiden bzgl. der digitalen Maturität vier Gruppen von Unternehmen.

Vier Gruppen von Unternehmen bzgl. digitaler Maturität. Quelle: MIT Sloan & CapGemini 2012

Impressionen -

Digital Maturity

Beginners (65%): Setzen traditionelle IT ein und verfügen über keine Digitalisierungsvorhaben.

Conservatives (14%): Sind bewusst zurückhaltend, obwohl eine Adaption relativ rasch möglich wäre.

Fashionistas (6%): Sind sehr aggresiv in der Adaption von digitalen Technologien, verfügen aber über keine gute Abstimmung zwischen den internen Bereichen oder haben keine Digitalstrategie.

Digirati (15%): Das Top-Management hat eine starke Vision und Verständnis, was die Digitalisierung bringen kann und profitieren am meisten von der digitalen Transformation. Der Kulturwandel ist vollzogen.

Internationale Online-Umfrage, 450 grosse Firmen, 1559 Personen aus 106 Länder. Quelle: MIT Sloan & CapGemini

Impressionen -

Was ist zu tun?

Das richtige Geschäftsmodell und demzufolge die richtige Digitalstrategie macht digitale Unternehmen erfolgreich und nicht alleine die IT oder das Wissen und die Kompetenz in der IT (War of Digital Business Models). Eine treffende Aussage dazu von Joe Gross (Head of Market Managment, Allianz Gruppe):

Zitat

If you do not get a digital business model right, all the fancier stuff you do on apps, digital banners and social media will have a risk of being experiments that will fizzle away or will never result in a pure transformation of the company.

Wie soll eine Organisation also mit der disruptiven Innovation, welche die neuen digitalen Geschäftsmodelle oft beinhalten, nun umgehen?

  • Involvement des CEO mit einer hohen digitalen Maturität ist ein Schlüsselfaktor.
  • Je nach Disruptionsgefahr der Branche muss er die digitale Roadmap leiten.
  • Enthusiasten der disruptiven Innovation Verantwortung geben.
  • Eigene Organisationseinheit mit eigenen Ressourcen schaffen.
  • Mögliches Scheitern der disruptiven Innovation in Kauf nehmen.